Daher sollte man sich mit der Problematik näher beschäftigen, denn sonst ist es kaum möglich, dem Vogel zu helfen.
Nachfolgend möchte ich Ihnen das Krankheitsbild der Legenot erklären, und vertraue auf Sie, dass Sie mit diesem Wissen keine Dummheiten mit Ihrem Vogel anfangen.
Man kann es nicht oft genug wiederholen:
Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht den Arzt-, oder Tierarztbesuch.
Definition
Als Legenot bezeichnet man den Zustand der Unfähigkeit, das Ei aus dem Eileiter nach außen zu befördern (Legen)
Vorkommen:
alle Vögel
Mögliche Ursachen:
- zu junges oder zu hohes Alter
- Eileitererkrankungen (Infektionen)
- Nährstoffdefizite (v.a. Mangel an Calcium, aber auch Vitamin A, D3, E, Proteine und / oder Selen), die zu dünnschaligen weichen Eiern führen (sog. Windeier) führen
- zu großes Ei für diese Vogelart
- Stoffwechselstörungen (z.B. Verfettung)
- hormonelle Störungen
- Erschöpfung durch Legezwang (z.B. dadurch, dass die Eier immer wieder ersatzlos weggenommen werden, um unerwünschten Nachwuchs zu verhindern)
- Klimatische Faktoren (zu geringe Luftfeuchtigkeit, zu kalt, ……)
Symptome:
Das im Eileiter befindliche Ei kann nicht herausgepresst werden. Das Weibchen ist sehr unruhig und versucht das Ei herauszupressen, wobei es mit dem Schwanz wippt. Es ist aufgeplustert, lösst meist die Flügel hängen.
Im fortgeschrittenen Stadium kann es zu Schwäche, Kreislaufstörungen, Lähmungserscheinungen, totale Erschöpfung, Schock und Kloakenvorfall bis hin zum Tod kommen.
Das Ei aus dem Nest zu entfernen, ohne einen Ersatz hinein zu legen kann das Weibchen veranlassen immer wieder Eier zu produzieren.
Diagnose:
- Ertasten des Eies zwischen Brustbein-Ende und Beinen
- Röntgenaufnahme
- Verschmutze Kloake.
Therapieansätze der "klassischen Schulmedizin":
- ggf. Hormone
- ggf. Antibiotika
- Wenn das Ei nicht heraus kommt ist das ein Notfall und der Vogel muß operiert werden.
Hausmittel & Therapieansätze der Naturheilkunde
Allgemeines
- die Henne sollte einen ruhig, geschützten Ort zur Verfügung haben, also alleine in einem Käfig / Krankenkäfig gehalten werden.
- zusätzlich ein paar Tropfen gutes Speiseöl (Beispiele: Sonnenblumenöl, Rapsöl, Olivenöl) in die Kloake geben
- lassen Sie der Henne etwas Ruhe und bobachten Sie sie nicht unbedingt die ganze Zeit, sondern in zeitlichen Abständen und immer leise und ruhig.
Mögliche Nahrungsergänzungsmittel:
Im Einzelfall kann man darüber nachdenken, ob es nötig ist, Nahrungsergänzungsmittel für kurze Zeit zu füttern:
- Calcium
- unterstützt die Eibildung
- Eifutter
- wirkt stärkend, unterstützt die Eiproduktion
- Amynin
- B-Vitamine-Aminosäure-Elektrolyte-Glucose-Lösung
- wirkt stärkend, erhältlich beim Tierarzt
- Vitamin K
- wirkt bei Legenot stärkend
- beugt Vitamin K-Mangel nach Gabe von Antibiotika vor
- Vitaminpräparat
- (Wichtig hier sind die Vit. A, C, E, D)
- beugt Vitaminmangel nach Gabe von Antibiotika vor
Physiotherapie
- Wärmebestrahlungen mit einem Dunkelstrahler (Elstein Dunkelstrahler). Wenn dieser nicht verfügbar ist, Rotlicht (60W). Das sorgt für eine entspannte Atmosphäre für die Henne und kann die Eiablage erleichtern.
- erhöhte Luftfeuchtigkeit
- Abdecken des Käfigs mit warmen feuchten Tüchern
Bachblüten
- bei Bedarf "Rescue Remedy" (Notfalltropfen)
Homöopathie
- Aconitum D4 7 Belladonna D4
- im Wechsel geben
- Bellis perennis D6
- zur Unterstützung der Muskulatur
- Hormeel ad us vet. (Ampullen)
- zum Stoppen des Brusttrieb
Apitherapie
- Gabe von Propolis
- unter anderen bei Verdacht auf Entzündungen (z. B. Eileiterentzündung)
- nachgesagte Wirkungen:
- antibiotische Wirkung
- antivirale Wirkung
- antimykotische Wirkung
- Vorbeugung gegen Wurmbefall
- Stärkung des Immunsystems
- Förderung der Wundheilung
ACHTUNG:
Hinweis §3 HWG
Um den gesetzlichen Anforderungen genüge zu tun, muß ich darauf hinweisen:
"Bei den vorgestellten Methoden sowohl therapeutischer als auch diagnostischer Art handelt es sich um Verfahren der alternativen Medizin, die naturwissenschaftlich-schulmedizinisch weder nachgewiesen noch anerkannt sind".
Die Seiten, auf denen Therapien beschrieben werden, dienen unter anderem der allgemeinen Information. Sie dienen nicht der Erteilung medizinischer Ratschläge, als medizinische Anweisungen, als Aufruf zur Selbstbehandlung und sollten nicht als solche verstanden werden !
Bei weitergehenden Fragen sollten sie sich immer grundsätzlich zusätzlicher existenter Quellen informieren, also auch bei ihrem Tierarzt.
Kein Heilversprechen
Ich gebe keinerlei Heilversprechen oder Garantien darauf, daß Menschen oder Tiere durch das vermittelte Fachwissen auf dieser Webseite tatsächlich geheilt werden können.
Es ist zu beachten, daß es klinische Krankheiten und Gebrechen gibt, die nur von einem praktizierenden (Tier-)Arzt, in einem Krankenhaus / Tierklinik behandelt werden können.
Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht den Arzt-, oder Tierarztbesuch, der in gleichgearteten Fällen wie den zuvor Beschriebenen unabdingbar ist.
Aktualität
Wie jede Wissenschaft unterliegt auch die Tiermedizin / Tierheilkunde einem ständigem Wandel, da stets neue Erkenntnisse hinzugewonnen werden.
Soweit Medikamente oder Dosierungen erwähnt werden, darf man darauf vertrauen, dass der Autor diese Angabe gemacht hat aufgrund seines Wissensstandes.
Der Tierhalter wird grundsätzlich dazu angehalten, bei Rückfragen weitere Quellen hinzuzuziehen, also auch den Tierheilpraktiker oder Tierarzt vor Ort, da jede Anwendung auf eigene Gefahr des Tierhalters erfolgt.
